Aktuelles Monatsansicht Kinderhilfe in Russland e.V. Beiträge auf YouTube Facebook

Jana Haas
Hubenmühle 4
D-88634 Herdwangen-Schönach
Fon 0049 (0) 7552/938399
Fax 0049 (0) 7552/938626

Der Maya-Kalender und das Jahr 2012

Nun haben die Weltuntergangspropheten wieder einmal ein neues Datum für eine Apokalypse ausgespäht, nämlich das Jahr 2012, in dem wir uns gerade befinden. Nachdem bei Millenium nichts passierte, muss jetzt eben ein neues Datum herhalten. Dieses Mal ist es das scheinbare Ende des Kalenders einer zentralamerikanischen Kultur welche vermutlich durch eine eigens verschuldete Dürrekatastrophe bereits untergegangen war und dann zwischen 1000 und 1200 eine neue Blütezeit erlebte, in welcher nochmals Tempel und Paläste neu aufgebaut wurden.
Das endgültige Aus kam dann Anfang des 16. Jahrhunderts durch die Eroberung der Spanier.
Die Maya beschäftigten sich intensiv mit Zahlen und der Zeitmessung. Sie hatten auch bereits einen gewissen Zugang zur Astronomie und beobachteten die Verläufe von Mond, Mars, Venus, Merkur und Jupiter.
Sie besaßen mehrere Kalender, den „Tzolkin“ für religiöse Feste (Ritualkalender der Maya-Priester) und den „Haab“ für Saat und Ernte.
Es waren aber alles kurze Zeitzählungen, die keine lange Zeitrechnung zuließen. So übernahmen sie vom Vorgängervolk, den Olmeken, einen weiteren Kalender, mit dem sich dann über einen unbegrenzten Zeitraum jeder Zeitpunkt exakt benennen lässt. Genau um diesen Kalender handelt es sich, wenn man vom im Jahr 2012 endenden Maya-Kalender spricht.

Viele Bücher und Artikel wurden schon über dieses scheinbar so beängstigende Datum geschrieben. Roland Emmerich drehte einen Katastrophen-Film, in dem die Erde im Jahre 2012 in einem geradezu dramatischen Szenario untergeht.

Doch was hat das momentane Weltuntergangsszenario mit den Maya zu tun?
Geht deren Kalender wirklich zu Ende?
Haben die Maya etwa eine Apokalypse vorausgesehen?

Nach der Vorstellung der Maya fiel die Entstehung der Erde auf den 11. August des Jahres 3114 v. Chr. Von hier ab startet ihre Zeitrechnung, welche in Perioden von 144000 Tagen (dies entspricht in etwa 396 Jahren) eingeteilt wurde. Eine solche Periode nannten die Maya ein Baktun. Rechnet man nun die Zeit seit dem 11. August 3114 v. Chr. bis heute, so ist am 21. Dezember 2012 das Ende des 13. Baktun erreicht. Es beginnt nun ein neues Baktun, wie es zuvor schon alle 396 Jahre der Fall war. Es kommt nach diesem Kalender nun das 14. Baktun und in weiteren 396 Jahren eben das 15. Baktun usw. Zu keiner Zeit wurde von den Maya erwähnt, dass das Ende des 13. Batktuns irgendeine besondere Bedeutung hat, noch dass die Welt untergehen werde.

Was können wir also daraus lernen?

Es hat in der Vergangenheit immer wieder Endzeitprophezeiungen gegeben und es wird sie auch in Zukunft, wahrscheinlich sogar gehäuft, immer wieder geben. Ich bin sicher, ein neues Datum ist bereits in irgendwelchen Köpfen manifest.

Lassen wir uns nicht ins Bockshorn jagen, sondern vertrauen der Schöpfung und dem göttlichen Schutz. Seien wir aber wachsam den zunehmenden Schäden gegenüber, welche der Mensch selbst aus Profitgier an der Erde verursacht.
Dass es durch das im Neuen Zeitalter zunehmende Erwachen des Bewusstseins zu Veränderungen kommen wird, ist unbestritten. Dies hat aber nicht das Geringste mit einem Kalender einer alten, längst untergegangenen Kultur, in welcher noch Menschenopfer dargebracht wurden, zu tun.

Als ich vor 4 Jahren in St. Petersburg einen Vortrag hielt, wurde ich am Schluss von einer Teilnehmerin auf dieses Thema angesprochen. Als ich die Engel, welche im Raum anwesend waren, nach dem Weltuntergang fragte, waren sie ganz überrascht und sagten: „Davon hat Gott uns noch gar nichts gesagt.“ Die Szene führte zu einem befreienden Lachen im Saal.

Einen Weltuntergang wird, auch vereinzelter Unkenrufe zum Trotz, keiner von uns erleben. Besinnen wir uns also von ganzem Herzen auf unser Leben auf diesem wunderbaren Planeten, erfreuen uns an der schönen Natur, an Flora und Fauna und leben wir in Achtsamkeit, Freude und liebe zu uns und unseren Mitmenschen und halten Gottes Schöpfung hoch.